
Methode
Was in einer Breathwork-Session tatsächlich passiert
Keine Überraschungen. Hier steht der komplette Ablauf — inklusive der Dinge, die sich ungewohnt anfühlen können.
Conscious Connected Breathing
Die Methode stammt aus dem Rebirthing und heißt übersetzt „bewusstes verbundenes Atmen". Sie besteht aus einer einzigen Technik:
Du atmest durch den geöffneten Mund ein und aus. Die Einatmung geht aktiv und tief in den Bauch, die Ausatmung lässt du einfach geschehen, ohne zu drücken. Zwischen Ein- und Ausatmung machst du keine Pause — deshalb „verbunden".
Das klingt simpel, und das ist es auch. Anstrengend wird es durch die Dauer: etwa 45 Minuten am Stück.
Minute für Minute
0 – 15 Min
Ankommen und Vorgespräch
Wir setzen uns zusammen. Du erzählst, wie es dir geht und was dich hergeführt hat — so viel oder so wenig, wie du möchtest. Ich frage nach Vorerkrankungen, weil manche gegen die Methode sprechen. Danach legen wir deine Intention für die Session fest: ein Satz, ein Thema, eine Frage.
15 – 25 Min
Anleitung und Einstieg
Du legst dich hin, zugedeckt, so bequem wie möglich. Ich erkläre die Atemtechnik und wir üben sie gemeinsam ein, bis sie sitzt. Dann startet die Musik.
25 – 70 Min
Die Atemrunde
Du atmest, ich leite dich durch. Ich sage an, wenn du das Tempo ändern sollst, und gebe zwischendurch kleine Übungen dazu. Du musst nichts entscheiden und nichts leisten — nur weiteratmen.
70 – 85 Min
Nachruhe
Das Atmen hört auf, die Musik wird ruhiger, du bleibst liegen. Dieser Teil ist für viele der eindrücklichste. Nimm dir die Zeit, es gibt keinen Grund aufzustehen.
ab 85 Min
Abschluss
Wir sprechen darüber, was passiert ist — wenn du magst. Manche reden eine halbe Stunde, andere gar nicht. Beides ist in Ordnung.

Was sich ungewohnt anfühlen kann
Damit du nicht überrascht wirst.
Kribbeln in Händen, Füßen oder im Gesicht
Sehr häufig und harmlos. Es kommt von der veränderten Atmung und geht von selbst wieder weg.
Die Hände ziehen sich zusammen
Passiert vielen, sieht dramatischer aus, als es ist, und löst sich, sobald du langsamer atmest.
Emotionen, die ohne Anlass kommen
Weinen, Lachen, Zittern — alles kommt vor. Du musst es nicht erklären und nicht unterdrücken.
Gar nichts Spektakuläres
Auch das kommt vor, gerade beim ersten Mal. Es heißt nicht, dass du etwas falsch gemacht hast.
Du kannst jederzeit aufhören. Wenn dir etwas zu viel wird, atmest du normal weiter — und ich bin die ganze Zeit dabei.
Was Breathwork nicht ist
Breathwork ist keine Therapie. Ich bin kein Arzt, kein Heilpraktiker und kein Psychotherapeut, und eine Session ersetzt keine Behandlung. Wenn du gerade in Therapie bist, sprich vorher mit deiner Therapeutin oder deinem Therapeuten.
Es ist auch kein Wundermittel. Du wirst nach 90 Minuten nicht als anderer Mensch aufstehen. Was Breathwork sein kann: ein Werkzeug, das du regelmäßig nutzt, weil es dir guttut.
Häufige Fragen
Muss ich meditieren können?
Nein. Breathwork ist das Gegenteil von Stillsitzen: Du bist die ganze Zeit aktiv beschäftigt. Viele, denen Meditation nicht liegt, kommen deshalb besser damit zurecht.
Was ist, wenn ich nichts spüre?
Kommt vor, besonders beim ersten Mal. Der Körper braucht manchmal einen Durchgang, um sich darauf einzulassen. Es ist kein Versagen und kein Zeichen dafür, dass es bei dir nicht funktioniert.
Muss ich über meine Themen sprechen?
Nein. Du legst eine Intention für dich fest, aber du musst sie mir nicht sagen. Auch das Abschlussgespräch ist freiwillig.
Was ziehe ich an?
Bequeme Kleidung, in der du 90 Minuten liegen kannst. Socken sind sinnvoll, weil viele im Liegen kalte Füße bekommen. Matte, Decke und Kissen bringe ich mit. Draußen lieber eine Schicht mehr.
Kann ich vorher essen?
Kleinigkeiten ja, ein schweres Essen besser nicht. Zwei bis drei Stunden Abstand sind angenehmer.
Funktioniert das online genauso?
Ja. Du brauchst einen Platz, an dem du 90 Minuten ungestört liegen kannst, und Kopfhörer. Ich sehe und höre dich über Zoom und leite dich genauso an. Für einen Termin vor Ort spricht, dass ich unmittelbar dabei bin — für online spricht, dass du danach einfach liegen bleiben kannst, ohne nach Hause zu fahren.
Wie oft ist sinnvoll?
Es gibt keine Vorgabe. Ich selbst mache es einmal pro Woche. Manche kommen einmal und lassen es wirken, andere regelmäßig.
Wenn das für dich passt
Schreib mir, was du dir davon erhoffst. Wenn ich denke, dass Breathwork gerade nicht das Richtige für dich ist, sage ich das auch.
Termin anfragenUnverbindlich. Es antwortet niemand aus einem Team, sondern Tom selbst.
